Die besten geistreichen Filme ab 6 Jahre - 1960er Jahre

  1. DE (2012) | Biopic, Drama
    Hannah Arendt
    6.9
    6.8
    196
    55
    Biopic von Margarethe von Trotta mit Barbara Sukowa und Axel Milberg.

    Margarethe von Trotta verfilmte das Leben der deutsch-jüdischen Philosophin, Theoretikerin und Publizistin Hannah Arendt, die 1941 in die USA emigrierte.

  2. GB (2010) | Drama
    6.7
    7.4
    184
    51
    Drama von Nigel Cole mit Sally Hawkins und Andrea Riseborough.

    Sally Hawkins und Co. gehen in We Want Sex auf die Barrikaden und gehen in den Streik.

  3. 7.2
    6.4
    144
    27
    Coming of Age-Film von François Dupeyron mit Omar Sharif und Isabelle Renauld.

    Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran erzählt eine Geschichte über die wesentlichen Erfahrungen im Leben: Freundschaft und Liebe sowie Abschied und Verlust. Und nicht zuletzt geht es um das Ziel, das alle gemeinsam haben: Glück! Monsieur Ibrahim (Omar Sharif) kennt das Geheimnis des Glücks: er steht dem jungen Moses (Pierre Boulanger) bei den ersten wesentlichen Lebenserfahrungen bei, zeigt, wie man(n) Brigitte Bardot eine Flasche Wasser überteuert verkauft und woran man eine reiche Gegend erkennt. Er sensibilisiert für die großen und kleinen Freuden des Alltags, offenbart das Geheimnis des Lächelns, erklärt, wie man einer Frau Komplimente macht, oder warum man nur das behalten kann, was man verschenkt.

    Vollständige Handlung
    Der zwölfjährige jüdische Junge Moses (Pierre Boulanger) lebt bei seinem schwermütigen Vater (Gilbert Melki) in der Pariser Rue Bleue – mitten in einem Rotlichtviertel. Seine Mutter (Isabelle Renauld) hat sich schon vor Jahren aus dem Staub gemacht. Moses geht in die Schule, kümmert sich in der dunklen Wohnung um den Haushalt und macht für seinen Vater jeden Abend das Essen. Selbstbestätigung oder Dank erhält Moses von seinem depressiven Vater dafür nicht. Über das Geld, was er zum Einkaufen erhält, muss er genau Buch führen. Moses ist im Grunde genommen sehr einsam. Das einzige, was er in seiner Freizeit tut, ist die 60er-Jahre-Musik in seiner Lieblingssendung "Salut les copains" zu hören und aus seinem Zimmerfenster die Prostituierten zu beobachten. Gerne würde er sein erstes Mal mit einer dieser Damen erleben – er schlachtet dafür sogar sein Sparschwein, was ihm sein Vater früher einmal geschenkt hat. Doch als er sich ein Herz fasst und die Damen anspricht, wird er zurückgewiesen – zu jung!

    Die Einkäufe erledigt Moses immer bei Monsieur Ibrahim (Omar Sharif), dem alten Araber gegenüber. Der sitzt mit Stoppelbart und grauem Kittel seit jeher Tag für Tag und auch am Sonntag, und dass von früh bis in den späten Abend, hinter dem Verkaufstresen. Nie hat ihn jemand von diesem hervortreten sehen. Eines Tages klaut Moses eine Konservendose und denkt sich dabei: "Es ist doch nur ein Araber“. Doch plötzlich antwortet Ibrahim, der Verkäufer: "Momo, ich bin kein Araber, ich komme vom Roten Halbmond.“. Moses ist schockiert, weil er glaubt, dass der Alte Gedanken lesen kann. Beim nächsten Besuch fragt Moses dann, was denn der Rote Halbmond sei, und erfährt, dass damit die Türkei gemeint ist. Und so entspinnt sich in den Folgetagen ein Dialog, der sich über viele Einkäufe erstreckt und nur aus jeweils einer Frage und einer Antwort erstreckt. Und so kommt es, dass Monsieur Ibrahim Moses immer vertrauter wird und immer mehr die Rolle eines Freundes und Vaters für den Jungen übernimmt. Moses lernt zahlreiche Lebensweisheiten bei dem Alten, so zum Beispiel, dass das Leben, wenn man lächelt, viel leichter ist, dass man das, was man aufbewahrt, für immer verliert, wie man richtig mit Frauen umgeht und wie man einer reichen Schauspielerin völlig überteuert eine einfache Flasche Wasser verkauft. Dass man glücklicher ist, wenn man alles, was man tut, langsam tut.

    So ist es kein Wunder, dass Moses – als er die Ratschläge beherzt, ein viel glücklicherer Junge ist – zu Hause, in der Schule, überall. Dass er bei einem neuen Versuch – diesmal mit einem Lächeln – Erfolg bei den Prostituierten hat und seinen ersten Sex erlebt. Und dass er bei der pferdeschwänzigen Concierge-Tochter Myriam (Lola Naymark), die ihn sonst immer abweisend behandelte, plötzlich ankommt und beide schon bald miteinander gehen. Dies allerdings nur für kurze Zeit, denn Myriam lässt Moses bald für einen anderen sitzen. Doch auch gegen den Liebeskummer hat Monsieur Ibrahim einen guten Rat für den Jungen.

    Eines Tages findet Moses zu Hause einen vollgekritzelten Zettel, auf dem sein Vater sich dafür entschuldigt, dass er ihm kein guter Vater sein kann und ihm mitteilt, dass er deshalb für immer weggegangen ist. Neben dem Brief liegen alle Ersparnisse des Vaters auf dem Tisch. Für Moses ist diese Nachricht eher eine Befreiung als ein Grund zur Trauer. Und so beginnt er, die Vorhänge von den Fenstern zu reißen und Licht in die Wohnung zu lassen, die Wände bunt zu streichen und mit der grauen Vergangenheit abzuschließen.

    Während Moses die Wohnung vorrichtet, taucht plötzlich seine Mutter auf. Doch sie erkennt nach so langer Zeit ihren eigenen Sohn nicht wieder, und so fällt es Moses nicht schwer, sich ihr gegenüber zu verleugnen.

    Als das Geld, was ihm sein Vater hinterließ, zur Neige geht, beginnt Moses dessen wertvollen Bücher bei den "Bouquinistes" zu verkaufen. Mit diesem Tabubruch vollzieht er endgültig den innerlichen Bruch zu seinem Vater.

    Irgendwann erreicht Moses die Nachricht vom Tod des Vaters. Doch er ist nicht allein. Monsieur Ibrahim weiß sofort, was los ist. Nach einem endlosen und aussichtslos erscheinenden Gang durch die französischen Behörden gelingt es ihm am Ende, den Jungen zu adoptieren. Jeder andere hätte vorher aufgegeben. Monsieur Ibrahim entschließt sich, von seinen Ersparnissen einen nagelneuen roten Sportwagen zu kaufen, seinen Laden das erste mal nach vielen Jahren zu schließen und mit Moses in seine Heimat – die Türkei – zu fahren. Doch vorher muss der Alte noch seine Fahrerlaubnis machen, und er stellt sich nicht gerade sehr geschickt an. Doch mit Moses Hilfe und gemeinsamem Schummeln meistert er diese Hürde.

    Nach einer wunderschönen Reise kommen die beiden in Monsieur Ibrahims Heimat an. Moses lernt die Leute in der Türkei kennen, die fremde Kultur, die andere Lebensart der Menschen. In sein Dorf will Monsieur Ibrahim alleine fahren, und so bittet er Moses, vor einer Bergkuppe auf seine Rückkehr zu warten. Kurze Zeit später ereilt Moses die schreckliche Nachricht, dass sein alter Freund einen Unfall hatte und im Sterben liegt. Er kann sich noch von ihm verabschieden und bleibt dann allein zurück. Doch die Lebensweisheiten und den Lebensmut, den er von Monsieur Ibrahim gelernt hat, kann ihm niemand mehr nehmen.

    Der Film endet mit Moses, wie er mehrere Jahre später selbst als „Araber“ im grauen Kittel in dem Kolonialwarengeschäft in der Rue Bleue sitzt und ein zwölfjähriger Junge gerade eine Konservendose klaut.

  4. DE (2010) | Komödie, Politdrama
    6.5
    6.3
    74
    22
    Komödie von Matti Geschonneck mit Gudrun Ritter und Samuel Schneider.

    Matti Geschonneck beleuchtet in der Romanverfilmung das ostdeutsche Leben rund um den Boxhagener Platz.

  5. 5.8
    5.9
    66
    30
    Dokumentarfilm von Pepe Danquart mit Joschka Fischer und Hans Koschnick.

    Joschka und Herr Fischer von Pepe Danquart ist eine Dokumentation über einen der beeindruckendsten Politiker Deutschlands.

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  7. 7.5
    6.5
    79
    17
    Musikdokumentation von Ron Howard mit Paul McCartney und Ringo Starr.

    In The Beatles: Eight Days a Week - The Touring Years erzählt Ron Howard von den Aufstiegsjahren der ikonischen englischen Rock-Band und ihren Tourneen zwischen 1963 und 1966. 

  8. FR (2010) | Dokumentarfilm, Biopic
    6.4
    6.5
    58
    14
    Dokumentarfilm von Emmanuel Laurent mit François Truffaut und Jean-Luc Godard.

    Godard trifft Truffaut – Deux de la vague ist eine Filmbiographie über die beiden Säulen der Nouvelle Vague, François Truffaut und Jean-Luc Godard. Anhand von Archivmaterial, zumeist Arbeitsaufnahmen und Interviews, begründet der Film den bis heute andauernden Einfluss der beiden Filmemacher auf das Kino. Godard trifft Truffaut – Deux de la vaguehatte seine Premiere auf der Berlinale 2010.

  9. 7
    7.5
    38
    6
    Dokumentarfilm von André Schäfer mit Richard David Precht.

    Der freie, fast naive Blick aus der Sicht eines Kindes rückt die “68er” im Jubiläumsjahr 2008 in ein neues, erhellendes Licht. Der Film ist eine provozierende Abrechnung mit der ideologischen Erziehung, die so fortschrittlich daherkam und doch im Wunsch der Kinder erstickte, endlich erwachsen zu werden. Mit ironischem Blick und feuilletonistischer Handschrift zeichnen der Autor Richard David Precht und der Kölner Dokumentarfilmregisseur André Schäfer eine Kindheit in der westdeutschen Provinz nach – und bringen die großen Ereignisse jener Jahre in ganz andere, kleinere und sehr private Zusammenhänge.

    (omdb)

  10. ?
    8
    1
    Biographischer Dokumentarfilm von Claire Pijman mit Robby Müller und Wim Wenders.

    Der Dokumentarfilm Living the light - Die Bilderwelten des Robby Müller widmet sich dem niederländischen Kameramann Robby Müller, der vor allem für seine Tätigkeit im Rahmen von Wim Wenders' frühen Filmen bekannt wurde.

  11. ES (2023) | Dokumentarfilm
    ?
    4
    Dokumentarfilm von Paloma Zapata.

    Antoñita war La Singla: Als die eine Flamenco-Tänzerin, die man kennen musste, begann die 17-jährige Spanieren ihren Aufstieg in den 1960ern international. Antonia Singla bot ihr ganzes Tanz-Können für den Surrealisten Dalí auf, begleitete Ella Fitzgerald auf ihre Konzertreise und war sogar in Paris bei den Olympischen Spielen dabei. Dass die gefeierte "beste Flamenco-Tänzerin der Welt" taub war, unterstrich ihr Talent dabei nur. Filmemacherin Paloma Zapata zeichnet ihre einzigartige Karriere nach, die schließlich tragisch endete: als La Singla auf der Höhe ihrer Kunst ohne jede Spur verschwand. (ES)

  12. 6.7
    10
    Dokumentarfilm von Margarete Kreuzer mit Alexander Hacke.

    In der Musik-Dokumentation Revolution of Sound - Tangerine Dream huldigt Margarete Kreuzer der einflussreichen Elektro-Formation, die als Wegbereiter der sogenannten Berliner Schule gilt.

  13. 6.3
    4.3
    8
    5
    Doku-Drama von Maarten van der Duin und Jens Becker mit Kaspar Eichel und Thomas Förster.

    Das Dokudrama Erich Mielke – Meister der Angst beleuchtet das Wirken des DDR-Stasi-Chefs, dessen stärkste Waffe das Einflößen von Furcht war.

  14. DE (2018) | Dokumentarfilm
    6.6
    6.5
    27
    3
    Dokumentarfilm von Annekatrin Hendel.

    Die berühmt-berüchtigte Familie Brasch versucht mit ihren vier Kindern nach dem Zweiten Weltkrieg in Ostdeutschland Fuß zu fassen. Annekatrin Hendel widmet ihnen eine Dokumentation.

  15. ?
    6
    2
    Biographischer Dokumentarfilm von Mike Figgis mit Ronnie Wood und Mick Jagger.

    Ronnie Wood: Somebody Up There Likes Me ist ein biographischer Dokumentarfilm über den Rolling Stones-Gitarristen und seine außergewöhnliche Karriere im Musikgeschäft.